Vom Norden Perus bis ans südliche Ende des südamerikanischen Kontinents: Radreise von Trujillo nach Punta Arenas travel blog

Auf geht`s zum Parque Nacional Huascaran!

Puya Raimundi - eine sehr seltene Bromelienart.

Stetig geht's in Richtung Abra Huarapasca.

Das Wetter zeigte sich ab der Passhöhe on der etwas weniger schönen...

Aufbruchstimmung-die Nacht auf 4'800 m.ü.M. hatten alle gut Ueberstanden.

Wieder an der Wärme, welch genuss - bei der Plaza de Armas...

Maisimpressionen.

Blick in Richtung Cordillera Huayhuash.

Die Corona del Inca im Abendlicht.

Meine Lieblingsfruchtsaft-Frauen im Markt von Huanuco.

An einem Gemüsestand im Markt.

Auf dem Weg zum Markt in Huanuco.


Die erste Etappe von Huaraz nach Carpa, dem auf über 4'100 m.ü.M. gelegenen Eingang zum Parque Nacional Huascaran gab uns ein Vorgeschmack dessen davon geben, was bei der Passüberquerung noch auf uns zukommen sollte - bezüglich der wunderschönen Natur, aber auch was die körperliche Anstrengung angeht. Bis zur Abzweigung zur Passstrasse auf ca. 3'800 m.ü.M. wo wir unseren Mittagrast hielten war alles auch kein Problem. Die Piste, welche dann kam, war so etwa wie der Wolf im Schafspelz. Eigentlich war sie gut fahrbar, aber die kurzen, aber steilen Anstieg, welche gegen Schluss kamen, machten richtig Müde.

Nach einer ersten kalten Nacht, sprich die Temperatur war auf Unternull gefallen, ging der Aufstieg zum Pass weiter, wobei zu Beginn vor allem die eindrucksvollen Pflanzen genannt "Puya Raymundi" erwähnenswert sind.Die 6-15 m hoch wachsende Bromelienart ist aber leider durch menschlichen Einfluss sehr selten geworden. Später liessen mich vor allem die Anblicke von vergletscherten Gipfeln die müden Beine vergessen. Dass wir nicht wirklich schnell auf der Piste unterwegs waren zeigte sich darin, dass es bereits drei Uhr geworden war als wir die Passhöhe des Abra Huarapasca (ca. 4'800 m.ü.M.)erreichten. Die Sonne war mittelerweile hinter Wolken verschwunden und so zeigte sich das Wetter zum ersten Mal von der etwas garstigen Seite. Wärmere Kleider war nun angesagt als wir uns auf die Abfahrt machten. Zuerst hatten wir noch die Hoffnung vor Einbruch der Dunkelheit tiefere Gefielde zu erreichen, da wir Informationen hatten, dass nach dem Pass ein asphaltierte kommen sollte, welche uns zusätzlich einen zweiten 4'800er Pass erspahren würde. Aber irgendwie blieb die Piste Piste, und anstatt dass es immerzu abwärts gegangen wäre hatten wir es mit weiteren Steigungen zu tun. So gegen 5 Uhr Nachmittags - ca. 1.5 h vor Dunkelheit - entschieden wir uns dann etwas unterhalb der Piste auf einer kleinen Ebene mit schönem Ausblick - unser Lager etwas Notfallmässig aufzustellen. Alle verzogen sich nach dem Kochen ziemlich schnell ins Zelt, was bei der gefühlten Kälte auf 4'800 m Höhe nicht weiter wunderte. Es wunderte mich dann aber trotzdem, dass die Temperatur im Zelt immer noch recht hoch war nämlich 0 ºC. Da mein Schlafsack für weit tiefere Temperaturen ausgelegt ist gebrauchte ich ihn auch nur als Decke.

Nach einer relativ wolkenlosen Nacht zeigte sich der Himmel dann teilweise Bedeckt, so dass es eigentlich nur darum ging zügig vom Berg runterzukommen. Doch vorher galt es noch einen weiteren 4'800er Pass, den Abra Yanshalla, zu überqueren bevor es auf einer Rüttelpiste nur noch abwärts ging. Mit dem erreichen der Hauptverbindungsstrasse von Huaraz auf die östliche Seite der Cordilliera Blanca hatten wir wieder Asphalt unter unseren Rädern, so dass wir so um Mittagszeit im kleinen Städtchen Huallanca ankamen, wo wir die Wärme genossen und im lokalen Markt Einkäufe tätigten. Im Verlaufe der Weiterfahrt in Richtung Uebernachtungsplatz wurden wir von einigne ziemlich aggressiven Hunden belästigt, welche wir uns aber mit Steinwürfen vom Leibe hielten. Die Nacht verbrachten wir ziemlich ruhig etwas unterhalb einer engen Kurve nahe von zwei kleinen verlassenen Häusschen. Bevor wir schlussendlich in Huanuco mit unseren Rädern einrollen konnten hatten wir nach ein paar hundert Höhenmeter Abfahrt wiederum einen Aufstieg auf über 4’000 Meter vor uns. Die Landschaft war es jedoch Wert, nicht nur wegen dem Anblick auf die corona del inca (Krone des Inka) wegen. Die Anstrengungen der letzten Tage forderten bei mir jedoch ihren Tribut – zu Glück ohne Konsequenzen. So wollte ich nach dem verlassen des Dörfchens unterhalb der corono del inka nur kurz am Strassenrand anhalten um die Windjacke zu schliessen und schon landete ich im Strassengraben, welcher zum Glück nicht tief war. Ich schafte es sogar mein schweres Fahrrad ohne fremde Hilfe wieder auf die Strasse zu bugsieren. Was war jedoch passiert? Da ich mit den Klickpedalen gefahren war hatte ich es beim Anhalten aus lauter Müdigkeit schlicht und einfach nicht mehr geschafft aus den Klickpedalen herauszukommen. Dies sollte mir eine Lehre sein. Bei Müdigkeit ist es wohl besser auf die Klickis und etwas Wirkungsgrad zu verzichten wie einen Unfall zu erleiden!

Diese Nacht sollten wir im Vorraum vom Lokalradio von Santa Ana de Pampas verbringen mangels anderer Alternativen. Zu spät war es um noch weiter zu fahren und nach einigem Herumfragen-danke Jons wiedereinmal für die Initiative- landeten wir in eben diesem eher kleinen Raum. Wir waren doch ziemlich froh das wir und und unser ganzes Hab und Gut- sprich die Fahrräder mit Gepäck –an einem absperrbaren Ort zu wissen. Es schien so, dass sich fast die ganze Dorfjugend vor und auf dem Dach des Gebäudes zu befinden schien. Das man dann auch noch Steine an die Türe warf gab dem ganzen noch einen zusätzlichen unangenehmen Touch. Achim und Jons wagten sich dann als erste heraus und fingen an zu kochen unter den gebannten Blickekn der Dorfjugend, welche offenbar gar nicht so schlimm war, wie befürchtet. Als ich dann endlich zum Kochen kam ware nur noch 4 Jungs auf dem Platz und es ergab sich noch ein nettes Geplaudere.

Der Fahrt nach Huanuco am nächsten Tag war dann ziemlich rasant, kein Wunder, bei etwa 1500 Höhenmeter Abfahrt auf etwa 44 km Fahrstrecke. Kurz vor der Stadt schauten wir uns noch einen archeologische Fundstädte, den Tempel der gekreuzten HändeÑ: Nett, aber kein absolutes muss.

Fahrstatistik:

Fahrtag 7 13.06.12 Huaraz-Carpa ( Ab Abzw. Yanshalla piste):

l: 56.7 km, t: 5h15, v mittel: 10.8 km/h, v max: 42km/h, Höhendifferenz: 1257 m, h max 4150 m

Fahrtag 8 14.06.12 Carpa - ca. 7 km nach Abra Huarapasca (alles Piste):

l: 30.6 km, t: 4h 15 min, v mittel: 7.2 km/h, v max: 30km/h, Höhendifferenz: 870 m, h max 4830 m

Fahrtag 9 15.06.12 ca. 7 km nach Abra Huarapasca - wilder Zeltplatz nach Pachas (bei Abzw. Pass nur noch Teer)

l: 83.1 km , t: 4h48, v mittel: 17.3 km/h, v max 55.8km/h , Höhendifferenz: 530m, h max: 4820m

Fahrtag10 16.06.12 wilder Zeltplatz nach Pachas - Radio Santa Ana de Pampas (alles Asphalt)

l: 70 km , t: 5h47, v mittel: 12.1 km/h, v max 45.6 km/h , Höhendifferenz: 1266m , h max 4048m

Fahrtag 11 17.06.12 Santa Ana de Pampas -Huanuco (alles Asphalt)

l: 43.9 km , t: 2h, v mean: 22 km/h, v max 49.1 km/h , Höhendifferenz: 77m , h max 3486m



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