Vom Norden Perus bis ans südliche Ende des südamerikanischen Kontinents: Radreise von Trujillo nach Punta Arenas travel blog

Die Fahrgemeinschaft bereit um loszufahren.

Kurz nach Trujillo auf der Panamericana.

Kurzer Rast für eine Cola und einen kleinen Snack.

Meine erste Piste:-)

Gruppenfoto mit Lucho.

Im Entencanyon

 

 

Einer der unzähligen Tunnels.

 

Marktszenerie vor Huaraz.

Auf dem Weg zur Laguna Churup.

Die Laguna Churup mit dem gleichnamigen Nevado im Hintergrund.


Am Dienstag morgen gings endlich los. Mit unseren vollbepackten Rädern suchten wir uns zuerst den Weg aus dem Stadtverkehr Trujillos um dann auf der Panamericana Richtung Süden zu radeln. Bis wir die Küstenwüste verliessen war die Landschaft ziemlich trostlos, aber das änderte sich dann als wir uns den Bergen näherten. Die Strasse war mittlerweile mit Schotter bedeckt, zum Teil recht gut, dann aber auch eher mühsam fahrbar. Am dritten Tag hatte Martina einen Platten am Hinterreifen, aber da sie schon viel Uebung im Schlauchflicken hatten konnten wir bereits nach wenigen Minuten wieder losfahren. Erwähnenswert an dem Tag waren die fröhlichen Kinder, welchen wir kurz vor dem Tagesziel - einem kleinen Ort namens Mirador - begegneten, welche unbedingt ihre Papierflieger von uns fliegen lassen wollten. Es machte viel spass mit diesen sehr lebensfrohen Kindern zu spielen, aber da es bereits spät war mussten wir wir uns früher wie gewollt von ihnen verabschieden.

Als wir am darauffolgenden Morgen schon fast bereit waren loszufahren konnten wir es kaum glauben, wer da vor dem kleinen Restaurant stand: Lucho! Er war den weiten Weg von Trujillo in etwa einem Tag gefahren um an Jons' Rad einen Speichennippel auszutauschen, was er ihm schon vor längerer Zeit versprochen hatte aber nie dazu gekommen war. Dazu hatte er auch eine Zentrierständer dabei. Nach der herzlichen Begrüssung machten wir uns auf die holperige Piste durch den spektakulären cañon del pato (Entenschlucht) mit seinen unzähligen, natürlich unbeleuchteten Tunnels. Es war immer wieder ein etwas zwiespältiges Vergnügen in eien der Tunnels zu fahren und nicht zu wissen was einen erwartet, sei es ein Schlagloch oder einen entgegenkommendes Fahrzeug. Auch mit eingeschaltetem Dynamo war nicht viel zu sehen, wohl auch durch die aufgesetzte Sonnenbrille.

Gegen Ende des Tages, den Canyon hatten wir kurzzeitig verlassen, machten wir in Huallanca halt, wobei wir in einem Schulzimmer, der etwas ausserhalb des Dorfes gelegenen Schule, unterkommen konnten. Nach dem Abendessen, dass wir im Innenhof gekocht hatten, zentrierte Lucho alle unsere Laufräder! Die schlechte Piste hatte unseren Rädern doch etwas zugesetzt.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Lucho, der wegen einem Problem mit dem Tretlager uns leider nicht bis Huaraz begleiten konnte und deshalb per Bus zurück musste. Ein paar hundert Höhmenmeter und etwa 12 km auf der Schotterpiste entlang des Canñon del pato später erreichten wir die bis nach Huaraz gut asphalierte Strasse. Womit auch der Entencanyon zu Ende war. Die Landschaft hatte sich mittlerweile drastisch vom wüstenartigen Canyon zu fruchtbahren Hochtal gewandelt. Bei Yungay tauchten die ersten weissen Gipfel der Cordilliera Blanca auf. Diese Berge sind der Grund, weshalb sich sich diese Region zu dem Bergsteiger und Trekkingmekka Peru's entwickelt hatte. Gipfel wie der knapp 6000 m hohe Alpamayo - von vielen als einer der schönsten Berge der Welt bezeichnet oder der mit seinen 6768 m höchste Berg Perus, Nevado Huascaran , sind bei Bergsteigern heissbegehrt

Nach zwei weiteren Uebernachtungen im Zelt - einmal mit Erlaubnis eines Bauern relativ nahe an der Strasse kurz vor Caraz und einmal neben einer Schule auf der anderen Talseite 13 km vor Huaraz, rollten wir am Sonntag in Huaraz ein um uns erst einmal einenhalb Tag Ruhe vom Radeln zu gönnen. Unsere Unterkunft war das Hotels Jacal (Jr. José de Sucre 1044, Tel. +51-043424612 - http://jacalhuaraz.com) ein paar Quadras ober halb der plaza de armas (mit warmen Wasser => hier gabs die erste warme Dusche in Peru:-). Eigentlich blieb kaum Zeit zum Faulenzen übrig, denn abgesehen vom ausgiebigen Frühstück auf der Dachterasse des Hotels gabs doch recht viel zu tun so zum Beispiel die Webpage mehr recht als schlecht auf den neuesten Stand zu bringen oder auf dem Markt die Lebensmittel für die kommenden paar Tage zu kaufen.

Am Tag darauf unternahmen wir lohnenswerte Wanderung zur etwa 4460 m hoch gelegenen Laguna Churup (Start auf ca. 3500 m, Aufstieg 3h, Abstieg 2h).

Anhang Fahrstatistik Trujillo-Huaraz:

Tag 1 5.06.12 Trujillo bis Camp privatstrasse ( ca. 8km Piste):

l: ca 91 km (1-2 km nicht gelogged), t: 6h10 + ca.20 min, v mittel: 14.4 km/h, v max: 38km/h, Höhendifferenz: 740 m,

Tag 2 06.06.12 Camp bei privatstrasse - tanguche-mirador (ca. 20 km Asphalt):

l: ca 73 km, t: 5h43 min, v mittel: 12.5 km/h, v max: 47.8km/h, Höhendifferenz: 890 m,

h max738 m

Tag 3 07.06.12 Mirador-Hullanca (alles Schotter)

l: 48.7 km , t: 5h11, v mittel: 9.3 km/h, v max 39km/h , Höhendifferenz: 945 m, h max: 1438m

Tag 4 08.06.12 Hullanca--camp kurz vor caraz ( ca. 12 km Piste)

l: 34 km , t: 3h38, v mittel: 9.3 km/h, v max 45.8 km/h , Höhendifferenz: 817m , h max 2150m

Tag 5 09.06.12 Camp kurz vor caraz-camp bei schulhaus nahe huantalla (alles asphalt)

l: 66.4 km , t: 5h05, v mittel: 13.1 km/h, v max 55.6 km/h , Höhendifferenz: 1100 m , h max 2920 m

Tag 6 10.06.12 Camp bei schulhaus nahe huantalla-huaraz (alles asphalt)

l: 12.5 km , t: 1h07, v mittel: 11.1 km/h, v max 42.2 km/h , Höhendifferenz: 226 m , h max 3090 m



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