Christa's South Korea Adventure travel blog

North Gate KNU

Sunjin and Changmin studying the map: can we find the way?

Sunjin and I

Changmin and I

Hikers / wanderer

On the way to the temple / auf dem Weg zum Tempel

Making a wish

Manuela climbing the hill

My wish

First temple

Entrance

Entrance

First temple

Ceremony

Without words

Buddha's guardians keeping an eye on the wishes

Wish laterns

Donghwasa

Donghwasa

Paintings at one of the houses

Bamboo

Buddha

Donghwasa

Walking back

The mountains/hills

Buddha's guard at the entrance gate


Ich schlief unruhig, erwachte einige Male, vieles schoss mir durch den Kopf. In der Schweiz scheint sich ja einiges zu tun und so im Halbschlaf beschäftigte mich allem Anschein nach vieles. Um 8.30h ging mein Alarm los und ja, man kann sagen, er weckt Tote auf. Wahrscheinlich sind jeweils alle meine Zimmernachbarn auch wach :-). Aber das mahct nichts, denn ich habe ein Nachbar, der jeden Morgen laut was auch immer die Nase hochzieht und dann laut raushustet oder ähnliches. Heute gingen wir mit unseren beiden Assistenten Sungjin und Changmin einen anderen Tempel besuchen: Donghwasa Tempel. Wir trafen uns vor unserem VIP and married couple Gebäude und da wir keine Auto hatten, marschierten wir zum Northgate runter und nahmen den Bus. Das war ganz witzig. Der Bus war voller Wanderer, top ausgerüstet (nur: die 'Hügel' sind hier nicht so hoch ... :-)) Angekommen in ?!?! machten sich die beiden Assistenten daran, den Weg zu finden. Sie fragten einige Leute. Dann fanden sie heraus, dass es zwei Wege gab: einen zum Wandern und ohne Eintritt zu bezahlen, den anderen kürzer und mit zahlen von WON 2'500 (sprich CHF 2.40). Aber da wir uns ja nun langsam an die lokalen Währungen gewöhnten, beschlossen wir zu wandern. Da schauten sich die beiden verschmitzt an und meinten, die Leute würden sich ab unserem Schuhwerk Gedanken machen. Ob wir denn ohne Wanderschuhe losmarschieren könnten (dazu muss man sagen, dass wir sehr wohl Schuhe anhatten, die geeignet waren). So mussten wir kurz unsere Berge und Bergerfahrungen aufzeigen. Beide sagten nur: Ahhhh .... Am Schluss hat es sich herausgestellt, dass wir 1 Std wanderten und das Ganze für WON 2'500 auf asphaltierter Strasse für 15 Minuten hätten haben können :-). Wie auch immer, die Bewegung tat gut und der Weg führte uns durch Wälder (momentan ohne Blätter). An einem Ort hatte es diese Steingebilde. Das sind Steine, die für Wünsche stehen. Natürlich platzierte ich auch einen. Wir kamen zu einem Tempel. Hier meinten wir, angekommen zu sein, aber nein, das war ein kleinerer Tempel, jedoch sehr interessant. Am Eingang entdeckten wir als erstes die Svastika (Das Wort „Svastika“ setzt sich im Sanskrit aus den Silben su- („gut“) und asti (Substantiv zum Verb as- „sein“) zusammen. Es bedeutet wörtlich: das (zum) Gutsein (gehörige), das Heilbringende. Das Kompositum svasti- bedeutet schon im ältesten Sanskrit (dem Vedischen) „Heil, Segen“. Als Aussage wird es mit Alles ist gut übersetzt), die ja Hitler für seine Zwecke nutzte und ein wenig abänderte. Irgendwie ist es für uns Europäer zunächst doch ein wenig komisch, dieses Zeichen zu entdecken. In diesem buddhistische Tempel lebten weibliche Mönche und wir konnten gerade bei einer Zeremonie zuschauen. Changmin - er ist Buddhist - erklärte uns, dass die Mönche sowohl weiblich als auch männlich sein können. Sunjin ist Christ und so hatten wir ganz interessante Diskussionen. Nach einer Weile liefen wir weiter zum Donghwasa Tempel. Dieser wurde 493 erbaut und ist ziemlich gross. Hier befand sich die Kommandozentrale der buddhistischen Mönche während der japanischen Invasion. Zunächst investierten wir 5000 Won in ein Stück Papier, auf dem man seine Wünsche für das Neue Jahr schreiben kann und es dann an ein Seil am Eingangstor knotet, das von den Wächtern Buddhas bewacht wird. Ausserdem bekamen wir noch ein Papier, das wir am 4. Februar an unserer Haustüre anmachen müssen. Das wird uns für dieses Jahr Glück bringen. Am 4.2.2013 muss man es wieder wegnehmen und verbrennen. Also, dieses Jahr kann nichts schiefgehen :-). Im Tempel gingen wir zunächst Mittagessen. Das kostet nichts, denn es kommt von Buddha. Danach schauten wir den Tempel an. Vor allem der grosse, weisse Buddha hat uns sehr beeindruckt. Er kann sämtliche Krankheiten heilen. Hier sieht es aus, wie an einem Wallfahrtsort. Als wir alles gesehen hatten, liefen wir zurück zur Bushaltestelle - eben dieses Mal den kürzeren Weg. Changmin und Sunjin waren glücklich darüber. Sunjin sagte daraufhin plötzlich, heute hätte er etwas begriffen: Geld sei wichtig :-). Einmal mehr waren wir zwei alten Frauen fitter als die beiden Jungs. Zurück am Northgate genehmigten Manuela und ich uns einen Kaffee und Kuchen. Wir plauderten und genossen die natürliche Müdigkeit nach diesem Tag. Dann beschlossen wir, noch unseren Markt zu besuchen und einiges einzukaufen. Also verbrachten wir den Samstag Abend mit herumbummeln. Auf dem 'Nachhauseweg' wurde Manuela beinahe überfahren (das ist hier so. Man muss darauf gefasst sein, jederzeit überfahren zu werden :-). Instinktiv klammerte sie sich an einen Koreaner fest. Dieser machte jedoch keinen Wank, stand stoisch wie ein Fels in der Brandung still. Zur Erinnerung: wir befinden uns in einer Kultur, in der Gefühle eher runtergedrückt werden, jedenfalls im öffentlichen Raum. Wir beide mussten über diese Situation aber einfach laut lachen und dass wir ein bischen faul waren, tat den Rest. Aber da wir uns auch schon ein wenig angepasst haben, hielten wir uns selbstverständlich die Hand vor den Mund. Überfahren zu werden ist eine Sache, an die ich mich schwer gewöhnen kann. Die andere ist das Schlürfen und Schmatzen beim Essen und das Kodern und Rausspucken auf der Strasse - beides absolut normal.Am Abend genoss ich mal wieder eine Dusche (nein, ich mutiere nicht zum Schweinchen, ich wasche mich sonst gründlich) und ich muss sagen, es hat was. Ich kann gleichzeitig duschen, die Haare waschen und den Boden putzen. Das ist doch effizient. Ich sollte mal meinen Vermieter fragen, ob er mir einen Ablauf in den Badezimmerboden montieren könnte.

English version will most propably follow ...



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