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Busfahren ohne Panne... das gibts in Suedamerika nicht!

Isabellas Lieblingsbeschaeftigung und Abendprogram

und das ist meine lieblingsbeschaeftigung, gemuetlich in der Haengematte liegen und Fleussigkeitshaushalt...

und das ist die Aussicht von dem Gaestehaus (wenn wir ein Fenster...

KEIN SCHERZ mit diesem Foto der "Karte" machen wir uns am Weg...

es gibt einen huebschen Park und eine nette Kirche in Cabrera

und so machen wir uns auf den Weg, den Camino Real entlang...

hab ich schon erwaehnt das der Weg recht steil, steinig und ein...

endlcih mal ein paar Meter Schatten, das tut gut

Isabella kuehlt sich nach der Anstraengung im Pool von Baritschara ab

entlang von schoien restorierten und geplegtne Haeusern gehts auf den Marktplatz und...

unser Zuhause fuer eine Nacht

das ist KEINE GAERTNEREI! rechts gehts in unser Zimmer

ein sehr schoener Weg, steil bergauf und gemeutlich bergab fuehrt uns am...

der Weg ist wunderbar beschrieben und an den wichtigsten stellen markiert

und wenn wir uns nicht sicher sind bekommen wir immer hilfreiche Antworten...

und so erreichen wir zu Mittag das kleine Doerfchen Guane und gehen...

am Weg goenne ich mir heute eine Abkuehlung! Die bewaesserungsanlage auf einem...

und so erreichen wir frisch und munter Villa Nueva wo wir wieder...

genau da runter muessen wir! Seht ihr da unten im dunst die...

alles verdorrt in dieser Hitze!

unsere Koefpe laeuchten wie Paradeiser... da tut Wasser echt gut!

unser "Hotel - Zimmer" und unsere gemeinschafts Matratze

endlich Abkuehlung!!! Juuu Huuuu, es regnet!!!

diesen Graben sind wir gestern auf der gegenueberleigendesn Seite runter und heute...

heute morgen ist mir auch nicht gerade kalt, aber hundert mal besser...

Gluecklich und zufrieden mit unserer "Expedition" fahren wir mit dem Bus retour...

danke Isabella fuer diese schoene Tour! Es hat echt spass gemacht!


Nach drei Tagen Bogota zieht es uns Richtung Norden Kolumbiens. Isabella möchte gerne ein paar Tage Sonne, Strand und Meer, das soll es ganz oben bei Santa Marta geben. Tolle Strände und einsame Buchten neben einem riesigen Nationalpark wo Meer, Wüste und Gletscher ineinander verschwimmen. In unserem schlauen Reiseführer steht dass man von Bogota nach Santa Marta per Bus so an die 20 Stunden fahrzeit rechnen muss. Das ist uns eindeutig zu viel für einen Tage! Wir entdecken in unserem Büchlein einen kleinen Ort in der Mitte der Strecke. SAN GIL, ein kleines Dorf mit entzückend alten Häusern und einem grossen Angebot an Freizeitaktivitäten... also nichts wie hin!

Die Busfahrt nach San Gil ist recht entspannend bis zu dem Moment wo der Fahrer den Bus verreist und rechts anhält weil er vor lauter Rauch nicht mehr auf die Strasse sieht... KABELBRAND!!! Wir steigen aus, der Fahrer klemmt schnell die Batterie ab, ein anderer lenkt den vorbei donnernden Schwerverkehr und Kleinbusse an unserem Bus herum... Alles wirklich vorbildlich! Schnell ist ein Elektriker herbei geholt der den Kabelsalat entwirrt und nach einer Stunde startet der Fahrer den Motor und es geht im Schritt-Tempo zur Werkstadt wo noch nachgebessert wird. Leider hat unser Fahrer nach der Panne echt Stress und so gehts im höllen Tempo bei Regen ohne Scheibenwischer die letzten 60 Kilometer bis San Gil!

Kaum zwei Stunden Verzögerung hat uns der Zwischenfall gekostet! Ich hätte mit viel mehr gerechnet, eigentlich damit dass wir garnicht mehr am selben Tag nach San Gil gelanden! Das Hostel ist schnell per Taxi erreicht und kostet nur 2,5 USD. Unsere Unterkunft bei der wir uns angemeldet haben liegt am Hügel oben wo das Taxi kaum anhalten kann, so steil sind hier die Strassen und Gassen. Gott sei dank ist noch ein Zimmer frei, allerdings nur mit einem Doppelbett was Isabella nicht sonderlich gefällt. Also schaün wir noch in die gegenüberliegende Herberge, vielleicht gibt es dort was uns zusagt. Nach einigem hin und her überlägen ist dann doch noch ein Zimmer in unserer ersten Herberge frei wo ein Stockbett steht, dafür gibt es kein Fenster in diesem Zimmer. Ja, das nehmen wir, ist ja blos für eine Nacht!!!

Am Morgen erkunden wir das kleine Dörfchen und auch die Aktivitäten die hier so angeboten werden: Raften, Paragleiten, Wasserfall klettern und abseilen, Wanderungen von Dorf zu Dorf und noch vieles mehr wird hier sehr günstig angeboten. OK, wenn wir schon hier sind dann gehen wir gleich mal diesen Wasserfall rauf und seilen uns ab! Am nächsten Tag melde ich mich für einen Tandem Paragleit Flug an, Isabella kommt natürlich auch mit... So bleiben wir noch einen Tag in San Gil! Am nächsten Tag studiert Isabella die Wanderung genaür die uns als sehr schön empfohlen wurde. Man kann selber (ohne Führer und Scherpas) 4 Tage lang von einem kleinen Dorf auf einem alten Weg, dem Camino Real, dahin maschieren und die Landschaft, Leute und Kultur geniessen. Das klingt ja echt toll! Also beschliessen wir genau das zu tun!

Wir bleiben noch eine Nacht...

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Wir packen unsere Rucksäcke, lassen einiges an unnötigen Sachen in der Herberge und fahren mit dem Bus nach Cabrera. Es ist ein wirklich liebes verschlafenes Dörflein, die Leute sind sehr hilfsbereit und bemüht uns den Weg nach Baritschara zu zeigen. Er geht eigentlich ganz einfach einem Kreutzweg entlang bis rauf zum Einschnitt des Grabens...

In der Mittagshitze merke ich dass wir eigentlich viel zu spät weg gegangen sind und zu wenig Wasser mit uns tragen! Die Sonne brennt ganz unerbittlich in unser Genick. Das soll ich die nächsten Stunden auch nicht ändern, denn es ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen...

Nah ja was solls so, lange wird dieser Weg ja nicht bergauf gehen!

Franz, wie viele Stationen hat denn so ein Kreutzweg? Höre ich Isabella fragen. „Wieso willst Du das wissen?“ frage ich nach... „Na ja, der Kreutzweg wird oben am höchsten Punkt enden!!!“

Hmmmmmmmm, das kann gut möglich sein!

Nach einigen ansträngenden Höhenmetern höhre ich Iabella wieder fragen: „bei welcher Station sind wir denn jetzt?“

Uffffff, also ich bin gerade bei Station... Jesus fällt das SIEBZEHNTE MAL! ...bei den Steintreppen ist das ja echt kein wunder dass der so oft hinfällt...

Nach weiteren schweisstreibenden Höhenmetern sehe ich: Jesus wird das Kreutz abgenommen... hmmmm, das könnte ich jetzt auch gut gebrauchen! Ich schleppe nur meinen Rucksack, aber ich komme mir vor wie wenn ich eine Tonne mit mir rumschleppe!!!

Nach einigen ansträngenden Minuten fällt Jesus wieder zu boden! Wieeeee OFT fällt denn der noch hin??? Ich will endlich aus diesem kochend heissen Kessel hier raus!

Dann, lange kanns jetzt nicht mehr bergaufgehen denk ich mir, denn der arme Jesus wird gerade ans Kreutz genagelt!

Endlich, nach weitern anstrengenden sehr unregelmässigen Steinstufen stirbt er... Ich mache eine Pause, Jesus stirbt ja auch sehr langsam, also lass ich mir für die nächsten Schritte Zeit, die Sonne brennt seit einigen Stunden gandenlos auf meinen Rücken!

Isabella, wir haben es geschafft! Wir sind aus dem Kessel heraussen! Jesus liegt in den Händen seiner Mutter!

Eines weis ich jetzt ganz sicher, in Kolumbien hat so ein Kreutzweg mindestens 98 Stationen!

Bevor wir Baritschara erreichen kommen wir noch an einem Schwimmbad vorbei. Isabella überlägt nicht lange und schon schmeisst sie sich ins kühle Nass! Das tut gut! Ja, das glaube ich! Ich werde mich am Abend duschen, jetzt mag ich nicht nass werden, ich hab mich bei der Busfahrt ziemlich heftig verkühlt...

Baritschara ist ein wirklich wunderschönes herrlich buntes, freundliches und sonniges Dörfchen aus vergangen Tagen, wunderschön renoviert, sauber und gepflegt! Schnell finden wir die Herberge wo zwei alte Damen vor dem Haus sitzen die uns in den Innenhof, der einer Gärtnerei gleicht, geleiten und zeigen uns ein Zimmer das klein und sauber ist. Wie wenn die Damen es gewusst hätten gibt es separate Betten, daführ nur ein viel zu kleines Tuch vor dem WC... na ja eine Nacht werden wir schon überleben.

Am Morgen gehts zeitig weiter, wir wollen heute gleich zwei Dörfer weiter wandern. Recht schnell gelangen wir auf dem alten Weg, den ein deutscher Kaufmann im 18´ten Jahrhundert baün liess, dahin. Wir kommen an einer Bäürin vorbei die frische Getränke und Handarbeitswaren anbietet. Gut markierte Strassen- und Wegqqürungen führen uns ohne komplikationen ins nächste Dorf das unhs nicht sonderlich gefällt, daher gehen wir wie beschlossen gleich ins nächste Dorf Villa Nüva weiter. Der Weg wird etwas unübersichtlicher und ist nicht mehr markiert. Die Menschen die wir fragen sind alle sehr bemüht uns weiter zu helfen und uns in die richtige Richtung zu leiten! Manche gehen sogar einige Meter mit uns mit und geleiten uns. Nach einigen Stunden Fussmarsch gelangen wir auf einen Hügelrücken und wissen nicht so recht wohin... ich würde sagen der Schotterstrasse nach, Isabella überzeugt mich jedoch einen kleinen Trampelpfad einzuschlagen, der Ihrer Meinung nach runter ins Dorf führt. So bin ich wirklich froh darüber dass ich nicht alleine entscheiden muss, denn Isabella ist auch recht gut in „unmarkierte“ Wege finden. Und so gelangen wir auf einem kleinen aber sehr netten Weg direkt auf den Hauptplatz von Villa Nüva. Leider ist die Stadt nicht sonderlich attraktiv, so schafft es Isabella am Abend mir doch glatt „Schnappsen“ beizubringen.

Am Morgen geht dann ein langer Marsch zürst wieder Hügelrauf an Kaffeeplantagen vorbei zum Rand einer grossen Schlucht. Wir stehen vor dem Abgrund und wissen nicht so recht wohin... Wo ist dieses Dorf JORDAN eigentlich? E gibt so wie überall in Südamerika keine ordentlichen Topographischen Karten, nur eine handgemalte und abfotographierte Zeichnung dient uns als Orientierung und Wegbeschreibung. Wir rätseln so vor uns hin ob dieses Dorf nun am Fluss unten oder am Schluchtrand oben liegt... Wir gehen zu einem kleinen Haus, leider verchlossen, niemand da! Isabella möchte einen kleinen Weg runter gehen... diesmal verweigere ich und möchte doch noch gerne jemanden nach dem Weg fragen bevor wir irgendwo runter gehen von wo es nur sehr schwer wieder rauf geht. Isabella stimmt zu und wir gehen nochmals zu dem Haus. Die Türe ist diesmal offen und ein alter Mann kommt heraus und erklärt uns genau wie wir nach Jordan gelangen. Es geht weit runter bis an den Fluss, es wird extrem heiss verstehen wir, und wir brauchen viel zu trinken mit!!! Ob wir nicht bei ihm Pause machen wollen gibt er uns zu verstehen, die Mittagshitze abwartend. Wir füllen unsere Wasserflaschen an und maschieren gleich los... mit jedem Schritt wird es heisser! Diesmal geht es zwar nur bergab, aber auch das ist auf Grund des schwarzen Schiffergesteins nicht ganz ohne! Das Blut in meinen Füssen scheint zu kochen, denn auf den dunklen Platten kann man sicher Eierspeis kochen so eine Hitze strahlen die ab! 2 Stunden gehts nun schon berg ab, kein einziger Baum spendet Schatten, nur so kleines dorniges Buschwerk ziert den steil abfallenden Weg. So können wir uns nicht mal ein paar Minuten ausrasten. An die 1000 Höhenmeter haben wir nun schon bergab zurück gelegt und sind trotzdem noch einige hundert Meter vom Fluss entfernt wo man Bäume und einen Weg ins Dorf erkennen kann.

Endlich, nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir nahe dem Fluss den Weg der durch einen kleinen Wald führt. Bei einem Baum und einem Bach machen wir länger Rast, es tut gut die kochenden Füsse ins, sagen wir mal, lauwarme Wasser zu stecken! Wir gehen weiter und kommen an Tabakplantagen vorbei, Hütten in denen riesige Tabakblatter zum trocknen aufgehängt sind und fleissige Baürn die bei dieser brüllenden Hitze Eisenstangen in den steinigen Boden rammen um ein kleines Loch für die Pflanzen herzutellen.

Es sind blos noch ein paar Meter bis ins Dorf, dann sind wir am HAUPTPLATZ von JORDAN, drei Häuser, eine Kirche, eine Schule und eine Brücke, das wars. Isabella geht schnell mal in die Schule fragen ob es irgedwo ein Quartier und was zu essen für uns gibt. Freude strahlend kommt sie wieder und sagt, ja essen gibt es gegenüber der Brücke und eine Unterkunft bekommen wir dort bei der Baürsfrau auch. Also los, denn es ziehen schon Gewitterwolken auf! Die Baürsfrau hilft uns gerne, der Sohn geht mit mir zu dem Zimmer das in einem andern Haus sein soll und Isabella bestellt schon mal das Essen vor... geteilte Arbeit ist halbe Arbeit! Das Zimmer ist, mal linde ausgedrückt, ein Raum wo eine Matratze liegt... dafür gibt es ein sauberes Klo mit Dusche! Was will man nach einer langen schweisstreibenden Wanderung mehr! Und so wie die Baürsfrau aussieht gibt es sicher was gutes zu essen... Das stimmt!

Wir beziehen unser Zimmer, doch Isabella hat einen Einspruch zu unserem schönen Quartier, es gibt nur EINE Matratze!!! Das geht nicht! Wir versuchen mit Händen und Füssen zu erklären dass wir ein zweites Bett brauchen... die Baürsfrau schaut uns etwas verwirrt an...

Isabella versucht weiter zu erklären dass wir NICHT miteinander verheiratet sind!! Jetzt begreift die gute Frau den Ernst der Lage und meint das sei kein problem, auch zwei getrennte Leintücher zum zudecken gibt es um den selben Preis... sie schickt eine junge Frau mit zu unserem Quartier die behilflich ist diese kleine Panne zu beseitigen. Mit einem Berg Tücher kommt das Mädchen in unser Zimmer, Matratze hat sie allerdings keine mehr. E gibt nur diese EINE, die wird ja wohl für uns beide reichen, so dünn wie wir sind, meint sie kopfschüttelnd! Nach langem hin und her und einem Hoch - Heiligen Versprechen meinerseits, meine Hände auf meiner Seite zu lassen, willigt Isabella ein, auf der selben Matratze wo ich die Nacht verbringen werde, sich auch hin zu legen. (Zusatzbemerkung: ich hab mich ganz frisch geduscht, also an meiner Ausdünstung kanns nicht gelegen haben, dass Isabella eine andere Matratze wollte!**)

Es beginnt zu donnern, die drückende Schwühle wird durch eine kühle Priese immer wieder unterbrochen... jaaaaaa, es regent, das tut gut! Ich stell mich in den Regen und dusche das zweitemal!

Wir schleppen die Matratze raus ins Freie und legen uns schlafen, auf EINER Matratze, zugedreckt mit zwei separaten Leintüchern, wohl bemerkt! Gute Nacht Isabella, schlaf gut! Es war heute ein schöner Tag!

Isabella hat mich überredet nicht mit Moped aus dem Dorf zur nächst gelegenen Strasse zu fahren, sondern zu Fuss auf einem schönen Weg wieder aus dem Graben zu gelangen der tiefer, grosser und älter sein soll als der Grand Canyon in Colorado! Und das war echt eine gute Entscheidung! Denn zeitig am Morgen sind wir los gewandert bei wunderschöner Morgenstimmung haben wir über den Graben gesehen und sind Meter für Meter weiter rauf gekommen, Schritt für Schritt wird es kühler, super angenehm zum Gehen. In Los Saltos angekommen haben wir mal ausgiebig Gefrühstückt und haben das Dorfleben an uns ruhig und entspannt vorbei ziehen lassen... Mit dem Bus gehts retour auf die Caretera Central (Hauptstrasse) und mit einem anderen Bus zurück nach San Gil!

Und wir bleiben wieder blos EINE Nächt in San Gil...

Oder doch nicht???

Mehr von dieser Geschichte gibts nach dem ich ein paar Bilder von der Wanderung hochgeladen habe.



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