Katharina's winter in Moscow 2008 travel blog

Der Kazaner Kreml

Der schiefe Turm von Kazan

Die groesste Moschee Europas

Die eisige Volga

Der junge Lenin

Die hungrigen Wanderer

Die Ikonostase der Peter-und-Paul Kirche


1 Tag fuer 1000 Jahre. Gegen 4.30 Uhr quaelten wir uns aus den Betten. Susan hatte bei mir uebernachtet, da das Taxi zum Flughafen vom Buero aus fuhr. Am Abend zuvor waren wir noch in einem Club, dementsprechend schlaftrunken ging alles von sich. So einen langsamen Taxifahrer habe ich noch nie in Russland erlebt. Er hat sich doch tatsaechlich an die Tempolimits gehalten. Vielleicht lag es auch daran, dass er 4 Leute im Auto hatte - Susan, Tucker, Kate und mich. Aber dank der fruehen Stunde haben wir es ohne Staus in 45 min. zum Flughafen Domodedovo im Sueden geschafft (es haetten vielleicht auch 30 min. gereicht).

Vom Flughafen war ich total begeistert - neu, modernes Design und vor allem sauber. Kein Wunder, dass die Lufthansa bald den Betrieb dorthin verlegt. Die Sicherheitskontrollen waren sehr streng (Kabinen, die einen durchleutet haben). So unterscheiden sich also privat gemanagte Flughaefen und staatliche wie die Sheremetjevo Airports. Am Sonntag sind wir mit dem Airportexpress in die Stadt gefahren. Der Zug kostet 150 r. (4,15 EUR) - das Taxi 1000 r. (rd. 28 EUR). Sheremetjevo ist nur per Metro und Bus (ca. 45 min - 1,00 h) zu erreichen - oder halt mit einem Taxi.

Bei unserer Airline - der S7 - war alles top. Vom Internetticketkauf, ueber Check-In (hier in Russland erst nach der Sicherheitskontrolle) bis zum Service und Fruehstueck. Wir haben mit Steuern ca. 100 EUR fuer den Flug bezahlt. Allerdings haben auch hier die Stewardessen kein Laecheln uebrig gehabt. Nach 1 h und 15 min sind wir dann puenktlich in Kasan gelandet. Vom Flughafen haben wir uns von einem Schwarztaxifahrer in die Stadt bringen lassen. Eigentlich dachten wir, dass er uns mit 700 r. ueber den Tisch gezogen hatte, aber der offizielle Taxifahrer auf der Rueckfahrt hat 900 r. verlangt. Genaechtigt haben wir im Suleiman Palace - ein Palast im Vergleich zum Hotel in Kiew. Ins Zentrum konnte man laufen, was wir danach auch gemacht hattten.

In Kazan faellt auf, dass in der Baumanstrasse (Fussgaengerzone) viel gebaut wird - neue Gebaeude aber es werden auch historische Gebauede saniert. Alles ist auf den Kreml ausgerichtet, der am Zusammenfluss des Kazanflusses mit der Wolga vor rd. 1.000 Jahren gebaut wurde und heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehoert. Diese weitlaeufige Anlage haben wir zuerst erkundet. Beeindruckend das Wahrzeichen von Kazan - der schiefe Suyumbike Turm - und die neue Kul Sharif Moschee (wohl die groesste Moschee Europas). Auf deren Stelle hatte bis 1552 eine Moschee gestanden, die allerdings seit der Eroberung Kazans unter Iwan dem Schrecklichen nicht wieder aufgebaut wurde. Vorher war das Gebiet ein Khanat der Tartaren und Kazan ein wichtiger Knoten auf dem Handesweg Skandinavien und Iran. Wer mehr ueber die Geschichte erfahren will, dem kann ich nur Wikipedia empfehlen.

Nach dem Kreml ging es weiter durch die Stadt, durch das islamische Viertel, zur Wolga, in die noerdliche Stadt zur barocken Peter-und-Paul-Kirche und zu einer der aeltesten Universitaeten Russlands (Gruendung 1804 - u.a. waren hier Lenin, Tolstoi eingeschrieben) und dem Jahrtausendmuseum, was aber leider geschlossen hatte. Fuer andere Mueseen war es dann schon zu spaet, so dass wir uns ein fruehes Abendessen gegoennt haben. Alles in allem sind wir bestimmt 15 km gelaufen, dementsprechend frueh waren wir im Bett. Zum Kasaner Clubleben kann ich also keine Tipps geben.

Auch wenn Kazan als Knotenpunkt des Islams bezeichnet wird, hatte ich trotzdem das Gefuehl, dass die Stadt insgesamt eher russisch ist. Wenn man das nach 1 Tag ueberhaupt sagen kann. Interessant ist die Mischung aus Islam und Christentum - und die anscheinend friedliche Koexistenz. Es waere spannend, das Leben der Stadt im Sommer zu beobachten. Insgesamt hatten wir viel Glueck mit dem Wetter - erst abends wurde es schlechter. Im Vergleich zu Moskau lag noch richtig viel Schnee. Die Wolga war komplett gefroren. Von weitem konnte man sogar Kite-Ice-Surfer sehen. Nun ja, soviel zu Kasan. Am Sonntag ging es 9:45 h wieder zurueck nach Moskau. Den restlichen Tag habe ich gelesen. Der staendige Regen war wenig einladend, noch andere Dinge zu unternehmen.



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